Dienstag, 7. April 2015

Ev. Kreuzkirche, Dortmund-Berghofen
















Heute war ich in meiner alten Heimat und hatte zuvor überlegt, einen Termin auszumachen, damit ich mir endlich das neue „Outfit“ meiner Konfirmationskirche ansehen kann. Schließlich nahm ich Abstand davon, wollte niemanden aus der Gemeinde im Oster-Stress oder direkt danach nerven.
Aber man muss nur intensiv genug wünschen (scheint’s), denn just als ich an der Kirche vorbeikam, gingen die Türen auf, und eine Veranstaltung war zu Ende. Was für eine schöne Gelegenheit, meine Kirche, meinen Kirchenraum wieder einmal zu besuchen. Das ist insofern ganz interessant, als ich viele, viele Stunden darin verbracht habe – und dabei so oft in Gedanken (und später zu Hause mit Skizzen) diesen Kirchenraum umgestaltete. Anscheinend lag ich gar nicht so falsch mit meinem Eindruck, auch wenn ich damals noch ein Kind war; denn diese Kirche hat seitdem schon ihre zweite deutliche Renovierung erfahren.

Damals, es muss so Mitte, Ende der 60er Jahre gewesen sein, wünschte ich mir vor allem Farbe in diesem damals elfenbeinern-nichtfarbigen Raum. Er wirkte so abweisend und kalt. In einem der (gelblich getönten) Fenster war damals ein dunkelrotes Glas-Stück eingearbeitet (warum das wohl so war?), und dieses kleine Rot war für mich Blickfang und Anfang der Überlegung, dass man MEHR DAVON bräuchte.

Man hat sich jetzt für Blau entschieden, auch gut (ich meine mich zu erinnern, eine Blau-Variante hatte ich in meiner Skizzensammlung selbst; wie schade, dass sie nicht mehr existiert!).

Ich freue mich jedenfalls, dass der Raum nun sympathisch und einladend geworden ist. Man erkennt natürlich noch die sonderbare Architektur von 1929, etwas konservativ, etwas expressionistisch (diese Mischung klingt wirklich schwierig) – aber das ist eben auch: Charakter. So ähnlich wie bei uns Menschen.  


Marlies Blauth (Text und Fotos)



Kreuzkirche, Wikipedia-Artikel 












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