Mittwoch, 5. Oktober 2016

Was ist Beten?




Mich lässt das Thema Kirche und Esoterik ja nicht los. Daher bitte ich um möglichst viele Statements aus möglichst verschiedenen Perspektiven:

Was ist Beten/ ein Gebet?




Einige Antworten/ Reihenfolge nach Eingang:

– Nachdenken und vor ... mit all meinen Sinnen über und mit Gott für die /in der Welt.

– Bewusst leben, andere ins Herz schließen, das Gras wachsen hören ...

– Beten bedeutet für mich, dass man in sich geht, positive Gedanken in sich lässt und neuen Mut und Kraft schöpft.

– Das Bewusstsein weit seine Flügel ausbreiten lassen und Gott sehen, hören, fühlen.

– Mein intimes Gespräch mit Gott.

– Telefonleitung zu Gott.

– Beten ist Meditation.

– Beten ist "zur Besinnung kommen".

– Mich Gott gegenüber zu öffnen.

– Reden mit Gott. 

– Beten ist still werden und hören.

– Die lange Version: "Beten kommt von Bitten" ... also eine völlig unvollständige Interpretation ... ein(e) Bitte statt ein Danke, ein(e) Bitte ohne ein Danke – völlig wertlos ... Sobald du anfängst zu danken, brauchst du nicht mehr zu bitten, es erübrigt sich ... weil du verstehst ... und wenn du verstehst, bist du Liebe pur, denn Verstehen und Liebe sind eins ... Die kurze Version: "Danke".

– Beten ist Fragen, Danken, Fühlen, Hören – in sich gehen, um neue Kraft und Vertrauen in die Dinge zu schöpfen!

– Beten ist das Sprechen mit einem Wesen, das nicht existiert.

– Die Anrufung Gottes / Christi. Und dann gar nicht viel mehr. Keine klugen Gedanken o. Ä., sondern die Nennung des Namens und dann Stille. Vielleicht auch Hören auf die Stille.

– Eine im religiös-gesellschaftlichen Zusammenhang anerzogene Form des Gesprächs mit einer fiktiven Persönlichkeit.

– Zur inneren Mitte finden.

– Beten ist für mich: ein Gespräch mit Gott!

– Fragen, klagen, danken ... aber immer öfter: Einfach nur stille werden vor Gott. Hören, fühlen, atmen.

– Beten ist der rote Faden, der sich durch meinen Tag zieht. So bleibe ich in Kontakt mit Gott.

– Psychologisch gesehen ist Beten eine Art Selbstgespräch, so auch Viktor Frankl. Damit ist nicht die Existenz Gottes geleugnet, doch sie ist mir nur insofern zugänglich, als er mir in meinem Inneren begegnet, eine innere Stimme. Das gilt auch für das Wort Gottes, das ich aus der Bibel höre.

– Mit einer sensiblen, bisweilen poetischen Sprache seiner Hoffnung Ausdruck geben. Konzentriert auf diese Hoffnungen blicken und alles überflüssige Lästige fallenlassen. Offen werden, Inspiriertwerden und Ruhe atmen. Und danke sagen.


– 

beten

den weg durch mich selbst
zu ihm zu wagen

hindurch
durch das stille werden

hören lernen

meine anliegen
ausbreiten

ehrlich betrachten
gute wege erspüren
um segen und schutz bitten
lasten dort ablegen

zu wissen
ich bin da geborgen

























  







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Kommentare:

Sven Koether hat gesagt…

Beten ist immer, wenn im Stillen, Selbstgespräch, denn da ist niemand, der sonst noch zuhört. Öffentliche Gebete dagegen haben eine Sammlungsintention und ihr Adressat ist nicht irgendein Gott, sondern die Zuhörer.

Beten ist aber auch oft eine Ersatzhandlung, denn für jemanden beten ist leichter, als ihm tatsächlich zu helfen. Und was Kinder betrifft, ist es ein Indoktrinationsinstrument, wird ihnen doch dadurch beigebracht, sich eine imaginären Institution anzuvertrauen, deren Allmacht noch die der Eltern übersteigt. Sie geraten unter einen Rechtfertigungs- und Dankbarkeitsdruck, der nie abnimmt. Vor allem, wenn sie dazu angehalten werden, immer wieder zu beten.

Beten ist wie Homöopathie - gefährlich, wenn man damit versucht ernsthafte Probleme zu lösen.

Marlies Blauth hat gesagt…

Vielen Dank für die Schilderung einer weiteren Sichtweise!