Sonntag, 17. Juni 2018

Im KEO-Museum Hagen 2018













meine Kohlestaub-Bilder im Rahmen der Ausstellung

HAGENER KÜNSTLERINNEN UND KÜNSTLER 2018 
Osthaus Museum Hagen16. Juni bis 5. August 2018 

geöffnet Dienstag bis Sonntag: 12  18 Uhr
montags geschlossen




























Fotos: Andreas Blauth







Donnerstag, 7. Juni 2018

Kleine Landschaften II – aktuell










Alle Bilder im Format 31 cm x 32 cm, alle von 2018.

Technik: Acryl- und Ölfarbe, z. T. mit Kohlestaub, Gips























Montag, 4. Juni 2018

Ausstellungsbeteiligung









… in der Städtischen Galerie Teloymühle, Meerbusch-Lank.


Die Ausstellung endete am gestrigen Sonntag.


















Samstag, 26. Mai 2018

Gedicht [Heilige Barbara]




Marlies Blauth, aus der Serie Ruhrgebietsbilder, Collage/ Malerei, 20 cm x 20 cm








Heilige Barbara!


Du bist längst
weitergezogen
bis nach Sibirien.

Als die Menschen hier
Glückauf
wünschten und sangen,
waren Bergwerk und Hütte
voller Arbeit
und voller Tod.

Sie lebten
im Staub.
Es bebte
und lärmte,
und sie riefen
dich,
wenn schlagende Wetter
mit Wucht
riesige Gräber
schlundig rissen
in endloser Tiefe

Familien die
Väter nahmen
und deren Töchter
nicht weinen durften
als sie, in
feine Familien
geschickt, sich sehnten
nach Enge und
Hühnergeruch,
Johannisbeerduft
in den alten Gärten
und immer nur
am Heiligen Abend
die Mutter sahen –

während Staublungen
bergsüchtig machten,
giftige Dämpfe
und kaltes Wasser
in löchrigen Stiefeln
die Kräfte aufzehrten.

Sie kämpften 
die Kumpel
bis zum Ende –

Sankt Barbara
sangen sie
sehr leise,
Sankt Barbara
bei Tag und bei Nacht,
wir fahren nicht mehr
in den Schacht.


Wer bist du,
du Fremde?









veröffentlicht in der Anthologie Soziale Balance, Dorante Edition, Berlin 2010

















Sonntag, 20. Mai 2018

Kleine Landschaften – aktuell









Alle Bilder im Format 31 cm x 32 cm, alle von 2018.

Technik: Acryl- und Ölfarbe, z. T. mit Kohlestaub, Gips











































Dienstag, 24. April 2018

unterwegs: heimatliche Landschaften
















Hier durften wir in den 60er Jahren ohne erwachsene Aufpasser „herumstrolchen“, auf Bäume klettern, Verstecken spielen, Herumrennen, irgendwelche „Behausungen“ bauen. Spätestens, „wenn die Lampen angingen“, mussten wir wieder daheim sein. Das klappte schon deshalb immer gut, weil wir irgendwann soooo hungrig waren. Sechs belegte Brote und eine Portion Grießbrei … ich war eine gute Esserin nach stundenlangem Kalorienverbrauch. 
Wenn wir zurückkamen, waren unsere Hosen oft zerrissen, Hände und Schuhe „pottdreckig“. Nach dem „Strolchen“ war natürlich immer eine Badewanne nötig (dabei bildete sich ein toller Dreckrand), und die Schuhe lernte ich schon früh zu putzen. Musste – denn ich hatte nur ein Paar Alltagsschuhe und eins „für gut“. 

Hier in der Gegend befindet sich natürlich noch immer das Haus. Einmal im Jahr habe ich einen Termin in der Nähe, und wenn ich daran vorbeigehe, sind es immer nur ein paar Meter zu meinem früheren Zimmer; ein kleiner Stich ins Herz, es fällt immer noch schwer. Aber dann habe ich das nächste Grundstück erreicht und bin zurück in der Gegenwart.

































Die Kirche ist meine Konfirmationskirche. Früher war sie farblos und abweisend, und ich (acht- oder neunjährig) saß oft in der Bank und überlegte, wie man sie schöner gestalten konnte. Ich gab ihr – in Gedanken – farbenfrohe Glasfenster und konnte mich nicht so richtig entscheiden, was für eine Farbe ich als Grundton für den Raum wählen würde. Rot oder Blau standen jedenfalls hoch im Kurs.

Man hat – einige Jahrzehnte später – Blau genommen. Das zu sehen, hat mich sehr angerührt, denn offenbar war ich nicht die Einzige, die sich in der trüben Beigetonigkeit nicht wohlgefühlt hatte. Meine damalige „Kirchenumgestaltung“ mündete übrigens im von mir betreuten Projekt Kunst in der Apsis.