Dienstag, 31. Januar 2012

Gedicht: Alltägliches Spiel










Alltägliches Spiel


Der Waschmaschinenmotor
rotiert und redet.

Poröse Dichtungen.
Aus dem Wasserkran
tropfen Wörter ins Nervengewebe.

Schleudergang.
Durch den Garten spanne ich eine Schnur
und reihe, reime die Leintücher.

Die Sätze flattern im Wind.


M. B. 2012



Porträt: Mädchen








Collage + Malerei auf Leinwand, 30 cm x 40 cm

Januar 2012



- mein derzeitiger Favorit aus der Serie

Freitag, 13. Januar 2012

Kirchenzeichnungen





Frauenkirche Dresden. Zeichnung von Andreas  



Dom, Worms. Zeichnung von Tom






Dom, Erfurt. Zeichnung von Andreas








Donnerstag, 12. Januar 2012

Neue Bilder/ Galerie












Menschen
Collage/ Malerei auf Leinwand, je 40 cm x 30 cm
November 2011 - Januar 2012











Dienstag, 10. Januar 2012

SEMPER VERDE - Ausstellung im Frauenmuseum Bonn








SEMPER VERDE 
Eine Ausstellung des Vereins Düsseldorfer Künstlerinnen



Sonntag, 15.1.2012

15 Uhr öffentliche Führung mit Dr. Béatrice Roschanzamir

16 Uhr öffentliche Führung (zur Historie des VDK) mit Hans-Georg Woköck


Sonntag, 22.1.2012

16 Uhr Literarischer Nachmittag

Die Feinsliebchen, Berlin: Lieder und Lesung. Texte von Marlies Blauth, Elisabeth Buchloh, Ina-Maria von Ettingshausen, Karin Flörsheim und Gepa Klingmüller


Sonntag, 12.2.2012 (Verlängerung!)

14 Uhr Finissage mit Fluxus-Aktion Svalbard-Rigveda von Daniela Flörsheim
 


Verein Düsseldorfer Künstlerinnen

Frauenmuseum





 

Freitag, 6. Januar 2012

Tagebuch/ letzte Raunacht: 13











Glücklich

Inzwischen
tanze ich mit dem Wellenspiel der Jahre
fange ein, was der Wind mitbringt

ich singe den Tag an
grabe Silben ins Erdreich
bevor die Sonne alles verbrennt

am Nachmittag warte ich auf
die Perlmutterschichten des Regens
für morgen

bis mir das Abendgewölk
Pastell um die Augen malt
und es sich nachtblau ins Meer schiebt










Das Schreiben in den Raunächten war ein Projekt mit Anregungen des

http://www.unternehmen-lyrik.de/ 


Ich danke Frau Michaela Didyk für die Erarbeitung eines interessanten Skripts, ohne das die 13 Gedichte nicht entstanden wären.



Donnerstag, 5. Januar 2012

Tagebuch/ Raunächte: 12










Ein Lied


Engelvogel –
sing mir ein Wort
in den Winter
das bleiben will
nicht im Wind
verfliegt
mit der Zeit







Tagebuch/ Raunächte: 11











KLANGBILDER




Kommt, denn es ist alles bereitet; seht und schmeckt, wie freundlich der Herr ist.

Aus der Liturgie des Abendmahls/ der Eucharistie







Gedicht




Aufräumen im Elternhaus



Aus Satzfetzen ihre Mäntel am Haken.

Liedblätter flattern wie Tauben.

Am Tisch kleben Reste vom letzten Gespräch.


Die Wortsplitter hab ich zusammengekehrt.











Dienstag, 3. Januar 2012

Tagebuch/ Raunächte: 10











VERWURZELT


Traum 2./3.1.2012

„Wir sollten das neue Jahr mit Musik begrüßen“.





Es ist ein Ros‘ entsprungen aus einer Wurzel zart,
wie uns die Alten sungen, von Jesse kam die Art
und hat ein Blümlein bracht,
mitten im kalten Winter,
wohl zu der halben Nacht.


(Weihnachtslied, 16. Jh.)




Gedicht


Heimat


Wir lebten damals am grauen Fluss.

Trübsinnig lag er in seinem Streckbett
und durfte nichts sagen.
Wahrscheinlich, weil er so aus dem Mund stank.

Ich fand, er sah aus wie ein Leberpudding in Beton.

Niemand durfte zu ihm hinunter,
weil er sich manchmal (wohl aus Rache)
einen Hund holte oder einen erwachsenen Mann.

Einmal riefen die Kinder:
Wir haben einen Fisch gesehen!




Punkte fürs beste Gedicht ...!





Bitte abstimmen!  ---- Die Abstimmung ist mittlerweile zu Ende. Ich habe "es" leider nicht geschafft. Habe mich aber auch bis zuletzt nicht geoutet :) Es war prima, unter den ersten Zehn gelandet zu sein - M. B., Februar 2012

Ich bin unter LYRIK vertreten 
(siehe unten im grauen Kasten 
http://autorinnenvereinigung.de/index.php?id=73&tx_ttnews[tt_news]=43&cHash=ca9f11ac2ec5ebc7e8174768aaae057d ), 


verrate aber nicht, wo genau. Es soll ja schließlich das beste Gedicht gewinnen!





Montag, 2. Januar 2012

Tagebuch/ Raunächte: 9








AUFSCHWUNG INS GLÜCK

HOCH HINAUS



Psalm 103,5
Lobe den Herrn, meine Seele 
Der deinen Mund fröhlich macht, 
und du wieder jung wirst wie ein Adler.






Gedicht



Höhenangst


Nein, nicht noch einmal
auf diesen Felsen aus Glas –

Wo mein eigener Atem ein Sturm ist
mich an den Klippenrand schiebt
sich Augen an meine Füße heften
und am weichen Geländer entlang
in die Tiefe stieren -




Sonntag, 1. Januar 2012

Tagebuch/ Raunächte: 8










Die Tagebuchskizzen/ Raunächte 1 - 7 sind hier zu finden: http://kunst-marlies-blauth.blogspot.com/2011_12_01_archive.html




STEINIGE WEGE


Nacht 31.12.2011/ 1.1.2012


In einer Nacht, die angefüllt ist mit Buntheit und Lärm und den Schritten rätselhafter Gestalten, die nicht dunkel genug wird, dass sie mich einhüllen könnte (während die Tage nicht hell werden), finde ich nicht den Schlaf, der Träume hervorbringt. Ich erinnere mich an mein Gedicht

http://kunst-marlies-blauth.blogspot.com/2011/11/gedicht-schlaflos.html





Gedicht



Der Stein der Bildhauerin


Am Abend fegt sie
den Staub des Tages zusammen.
Viel, denn der Stein wollte
nicht mit ihr schweigen.

Er war eine Mutter mit
schrundigem Schoß,
war auf der anderen Seite
ein Mann, viel zu gerade graviert
seine Lebenslineatur.
Er war ein Kind, das Lichtstrahlen
sammelte und an Nachtränder legte.
Er war Geburt und Tod.

Gesägt hat sie ihn,
gefeilt, geklopft und gedreht -
bis er zusammenbrach.